Wie du dir mit einem Mütterteam das Leben leichter machen kannst

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Hallo!

Mein Name ist Sophie, ich bin Mutter von zwei Kindern und Bloggerin auf Mütterimpulse – bewusst und natürlich leben. Wir leben bindungsorientiert und kindergartenfrei.

Heute möchte ich gerne mit dir teilen, wie du dir durch ein Mütterteam Unterstützung in deinen Alltag holen kannst und warum das so eine wertvolle Bereicherung für dein Leben sein kann.

Was ist ein Mütterteam überhaupt?

Ein Mütterteam besteht aus zwei oder mehr Müttern, die sich zusammentun und gegenseitig unterstützen. (Natürlich kann es auch ein Väterteam oder Elternteam sein, ich vermute nur, dass die meisten Blogleser Mütter sind, deshalb bleibe ich in diesem Artikel dabei.)
Wovon wir als Mama von Babys oder Kleinkindern scheinbar fast immer zu wenig haben, ist Zeit. Zeit für den Haushalt, Zeit für Vorbereitungen jeglicher Art, Zeit für den Partner, aber vor allem auch Zeit für uns selbst. Und genau das soll sich durch das Mütterteam ändern!

Häufig treffen wir uns mit anderen Mamas draußen, auf dem Spielplatz oder wir besuchen uns gegenseitig. Da sitzen wir dann und trinken eine Tasse Tee und unterhalten uns, während unsere Kinder spielen. Das mag auch nett sein, keine Frage. Aber kennst du die Gedanken, wie schön es wäre, wenn du jetzt, wo die beiden Kinder so friedlich spielen, mal ganz in Ruhe duschen könntest? Oder das Mittagessen vorbereiten, ohne nebenher noch ein Kleinkind beschäftigen zu müssen? Oder deinen Papierkram sortieren? Es gäbe so viele Dinge zu erledigen, aber es wäre ja unhöflich, deine Freundin alleine bei den Kindern sitzen zu lassen. Oder?
Und was, wenn es ihr genauso geht, wenn ihr bei ihr seid?

Und sei mal ehrlich – hast du vielleicht vor dem Besuch extra noch die Wohnung gesaugt und geputzt, damit deine Freundin nicht bemerkt, dass du manchmal mit dem Haushalt einfach nicht hinterher kommst?
Aber warum eigentlich? Warum müssen wir immer die perfekte Mutter darstellen, die alles geregelt kriegt. Warum nicht auch mal Schwäche zeigen und sich gegenseitig zu unterstützen? Wir sitzen doch schließlich alle im selben Boot.

Wie wäre es, wenn du mal nicht vorher putzt, sondern wenn ihr dann, wenn zwei oder drei Mamas aus deinem Mütterteam da sind, gemeinsam die Bude sauber macht? Einmal von oben bis unten? Zwei passen auf die Kinder auf, zwei schwingen die Besen und Putzlappen? Was denkst du, wie viel Spaß das auf einmal machen würde! 🙂 Und nächste Woche dann Fensterputzen bei Maja!

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Vielleicht musst du über deinen Schatten springen, um andere Mütter in deine unaufgeräumte Wohnung zu lassen. Aber wenn sie es ebenfalls tun würden? Wie wäre es, wenn wir mehr Ehrlichkeit und Authentizität leben würden, statt immer nur das scheinbar perfekte Instagram-Leben?

Damit ein Mütterteam wirklich Sinn macht, ist es gut, einen oder mehrere feste Tage in der Woche dafür zu reservieren. Außerdem solltet ihr nicht zu weit voneinander entfernt wohnen, sodass die Anfahrt keinen zusätzlichen Stress oder Hinderungsgrund darstellt.

Was haben die Kinder davon?

Das Gute an einem Mütterteam ist für die Kinder, dass sie ganz langsam in ihrem Tempo Vertrauen zu den anderen Müttern aufbauen können. Erst sitzt ihr alle zusammen, dann gehst du mal für ein paar Minuten aus dem Zimmer, später auch für zwei Stunden oder so lange es für euch passt. Doch auch wenn du nicht da bist, ist dein Kind in seiner gewohnten Umgebung, bei euch zu Hause. Außerdem hat es Spielkameraden da. Und wenn es dich braucht (zum Beispiel zum Stillen), kann es dich jederzeit finden. Von daher ist das Mütterteam auch für Kinder, die es sonst vielleicht nicht gewohnt sind, fremdbetreut zu werden, eine Option, die gut klappen könnte.

Wie findest du Mütter für dein Mütterteam?

Wenn dir die Idee gefällt, fragst du dich jetzt vielleicht, wie du Mütter für dein Mütterteam finden könntest. Am naheliegendsten ist es natürlich, einfach mal die Mütter zu fragen, mit denen du dich sowieso regelmäßig triffst, also deine Freundinnen. Denn natürlich ist es hilfreich, wenn ihr eine ähnliche (bedürfnisorientierte...) Vorstellung vom Umgang mit Kindern habt, damit du dein Kind auch mit gutem Gefühl bei den anderen Mamas lassen kannst.
Und als Mutter freut man sich doch immer über Unterstützung oder? Also ich habe noch keine Mutter getroffen, der die Idee des Mütterteams nicht gefallen hat. Eher scheitert es bei manchen Personen an der Verbindlichkeit.
Du kannst aber auch ganz gezielt nach neuen Kontakten für dein Mütterteam suchen. Entweder über Zettel, die du an bestimmten Orten aushängst, an denen sich andere Mütter aufhalten (am Spielplatz, im Kindergarten, im Bioladen…) oder über Anzeigen auf ebay Kleinanzeigen oder Facebookposts. Oder du traust dich, Mütter in Eltern-Kind-Kursen oder Krabbelgruppen darauf anzusprechen.
Auf meiner Website habe ich eine Vernetzungs-Landkarte eingerichtet, auf der sich alternative Mamas eintragen lassen und gegenseitig finden können. Es sind inzwischen über 300 Kontakte aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei, vielleicht ja sogar schon eine Mama aus deiner Nähe: https://www.muetterimpulse.de/vernetzung/

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Vernetzen und beim Aufbau deines Clans!
Deine Sophie

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Auf meiner Website www.muetterimpulse.de begleite und unterstütze ich Mütter dabei, ihren eigenen alternativen Weg,  zu gehen.
Die Blogthemen sind unter anderem natürliche Schwangerschaft und Geburt, bindungsorientierte Elternschaft, Acht-samkeit und Selbstbetreuung. Außerdem setze ich mich für die Vernetzung von Gleichgesinnten ein. Mehrmals pro Jahr organisiere ich Familien-Gemeinschafts-
urlaube und lokale Treffen.

Wenn ihr mehr von Sophie erfahren wollt, dann schaut doch unbedingt auf Facebook, Instagram oder auch Pinterest vorbei. Vielen Dank, dass du uns das Thema näher gebracht hast!

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